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Barnboox Online Stallbuch – so geht Stall-Management heute!

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Posted by on 1. Mai 2013

Seit Jahrhunderten haben Stallbücher in Gestüten und Reitställen Tradition. Nun erleben sie durch elektronische Medien einen neuen Aufschwung und sind dadurch auch für den privaten Pferdehalter interessant.

Im Reiterstübchen der Laufstallanlage Haldenhof im bayerischen Aystetten liegt ein Tagebuch mitten auf dem Tisch. Dort hinein schreiben Stallbetreiber und Angestellte jeden Tag, was sie an den Pferden beobachtet haben und zwar zu Arbeitsbeginn, zu Arbeitsende und nachts vor dem Abschließen der Ställe. Dabei schauen sie jedes einzelne der 40 bis 50 Pensionspferde von oben bis unten genau an. „Wir halten das Datum, die Zeit des Koppelgangs und die Ergebnisse der Pferdekontrolle fest“, beschreibt Volker Willenberg, der die Anlage gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin betreibt, „daneben gibt es Platz für weitere Bemerkungen.“ Hier kann zum Beispiel die Verabreichung einer Wurmkur, ein auffälliges Verhalten oder eine kleine Schlagverletzung am Körper vermerkt werden. Jeder Mitarbeiter bestätigt seine Eintragungen mit seiner Unterschrift.

 

Das Stallbuch bringt Transparenz gegenüber den Einstellern.

Eine Zeitlang wurde zudem der Futterverbrauch der Tiere eingetragen, was zu der Erkenntnis führte, dass auch dauerhafte Strohfütterung nicht den gewünschten Diäteffekt erzielte. „Das hätten wir ohne das Stallbuch nicht nachvollziehen können“, sagt Willenberg. „Als später neue Kunden ankamen und Stroh gefüttert haben wollten, konnten wir ihnen durch unsere Aufzeichnungen zeigen, dass es gewichtsmäßig nichts gebracht hat.“

Grundsätzlich geht es bei der Idee aber eher um die Transparenz der Abläufe im Stall gegenüber den Einstellern. Deshalb liegt das Stalltagebuch auch für alle Pferdebesitzer einsehbar im Reiterstübchen. Manche Nachfragen erledigen sich dadurch von selbst. Aber auch bei Krisengesprächen und Beschwerden ist das Stallbuch oft eine wertvolle Hilfe.

 

Das Stallbuch als Terminkalender.

Was für die Laufstallanlage gilt, funktioniert in leicht veränderter Form auch in anderen Pferdehaltungen. „Bei uns stehen natürlich ganz andere Dinge im Stallbuch wie in einem Gestüt oder einer kleinen privaten Pferdehaltung“, weiß Volker Willenberg. Für Hufschmied-Termine zum Beispiel gibt es auf dem Haldenhof stattdessen einen Kalender, in den jeder Pferdebesitzer sich selbstständig einträgt. In einem kleinen Privatstall, wo der Schmied alle sechs bis acht Wochen den kompletten Bestand  bearbeitet, sind solche Termine im Stallbuch besser aufgehoben. Lena Wendler aus Gießen ist sich sicher: „Wenn ich diese Termine nicht aufschreiben würde, hätten meine Pferde ihre Eisen grundsätzlich zehn Wochen drauf.“ Die 35-Jährige notiert neben den Hufschmied-Terminen auch alle Tierarztbesuche, Impfungen, Wurmkuren, Zahnpflege-Termine, Erkrankungen, Medikamentangaben und Turnierbesuche ihrer drei Ponys in einem kleinen Taschenkalender, der als Stallbuch fungiert und zu Hause auf ihrem Schreibtisch liegt. „Ich lasse ihn grundsätzlich im Büro liegen, um ihn nicht zu verlegen oder im Stall zu verlieren“, sagt Wendler.

 

Das Stallbuch hilft bei der Ursachenforschung.

Neben der Erinnerungsfunktion kann ein Stallbuch manchmal auch dabei helfen, die Zusammenhänge zwischen Erkrankungen und äußeren Faktoren  herzustellen. So weiß Lena Wedler nun, dass ihre Haflingerstute eine bestimmte Wurmkur nicht verträgt. Das deren Einnahme zeigte sie regelmäßig leichte Koliksymptome, deren Ursache ihre Besitzerin zunächst nicht erkannte. „Als sie eines Tages tatsächlich eine mittelschwere Kolik bekam, hatte ich den Verdacht, dass es an der Wurmkur liegt und habe im Stallbuch zurückgeblättert. Tatsächlich hatte sie auch vorher schon entsprechende Symptome nach der Einnahme.“

Auch der Quarter-Horse-Züchter Helmut Schmaus-Gerstenberg aus Buchholz im Westerwald wurde durch sein sorgfältig geführtes Stallbuch auf ein gesundheitliches Problem aufmerksam, das seine Zucht jahrelang negativ beeinflusste. „ Wir hatten eine Stute, die, immer wenn der Follikel im rechten Eierstock gereift ist, nicht aufgenommen hat“, erinnert sich Schmaus-Gerstenberg. „Durch die Aufzeichnung über zwei Jahre haben wir den entsprechenden Beweis erbracht und in diesem Fall erstens gar nicht besamt und zweitens den Eisprung beschleunigt. Das spart Zeit und Geld.“

 

Stallbücher haben eine lange Tradition.

Zu Dokumentationszwecken, zur Kostenübersicht und als Terminerinnerung haben Stallbücher eine lange Tradition. Sie werden nicht nur in Gestüten eingesetzt, sondern auch in der Rinderhaltung und Schafszucht. Dafür gibt es diverse Karteikartensysteme  und zahlreiche selbstgebastelte Excel-Vorlagen, die munter im Internet herumgereicht werden. Ein Mitglied eines Reiterforums erklärt die Vorteile eines elektronischen Stallbuchs so: „Ich führe so was mittlerweile auch in Excel. Früher hatte ich einen DIN-A5-Kalender. Das ist natürlich praktischer, wenn sich Reitbeteiligungen mit eintragen. In Excel habe ich mir das nun aus einem Urlaubskalender umgebastelt. Eine Tabelle ist ein Jahr. Das kommt mir insofern eher entgegen, als dass man langfristige Termine, wie den Schmied oder die in sechs Monaten fällige Impfung, schon als To-do eingetragen kann.“

 

Stallbuch als personalisiertes Online-Tagebuch im Internet.

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Schon der alte Stallmeister hatte sein Stallbuch, um alles festzuhalten…

Eine ähnliche Idee hatte Helmut Schmaus-Gerstenberg, der sich schon länger eine kompakte elektronische Aufzeichnungsform wünschte. Aus der Idee entstand schließlich das Internetportal www.barnboox.de, das neben einer Hengst- und Wissensdatenbank eine kostenlose Online-Stallbuch-Funktion bietet. „Schon der alte Stallmeister hatte sein Stallbuch, um alles festzuhalten und im Nachhinein nachschlagen zu können“, weiß Schmaus-Gerstenberg. „In vielen Bereichen war und ist das ein wichtiges Hilfsmittel, um zum Beispiel bei Krankheit oder Zucht die richtigen Entscheidungen zu treffen. Jetzt gibt es eine Version als personalisiertes Online-Tagebuch.“

Im September 2012 ging das Internetportal www.barnboox.de online und konnte gleich im ersten Monat 5000 Besucher verzeichnen. Als besonderes Schmankerl bietet das Internet-Stallbuch zudem die Möglichkeit, einzelne Pferde mit Stammbaum und weiteren Informationen anzulegen und diese per Mausklick in die einzelnen Termine oder Eintragungen als „beteiligte Pferde“ einzufügen. Wer möchte kann sogar Bilder einfügen oder die komplette Historie für einen bestimmten Zeitraum oder ein bestimmtes Pferd ausdrucken. „Unsere User schätzen vor allem, dass ihre Eintragungen auf Barnboox immer und überall verfügbar sind“, sagt der Initiator der Webseite. Sauberer und sicherer als im Putzkasten sind sie im Internet allemal aufgehoben.

 

Weitere Informationen:
BARNBOOX
Bonner Str. 16
53567 Buchholz
Tel. 02683-967698
www.barnboox.de

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