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Muskelverspannungen bei Pferden und weshalb Massagen helfen? | Pferde-Wkw Blog
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Muskelverspannungen bei Pferden und weshalb Massagen helfen?

Posted by on 16. Juli 2012

Die Gesundheit unserer Pferde, unserer vierbeinigen Gefährten, tritt immer mehr in den Fokus unseres Bewusstseins. Dabei ist auch der Trend zu alternativen Heil- und Behandlungsmethoden erkennbar. Akupunktur, Akupressur oder Massagen gehören zu den bekanntesten Methoden der Krankheits-Symptombehandlung. Es gibt viele Arten von Massagen die am Pferd durchgeführt werden können. Grundsätzlich gilt aber, dass Massagen in jeder Form positive Effekte bei den Pferden erzielen. Massagen werden nicht mehr nur bei unseren Champions bei den Olympischen Spielen angewandt, sondern sind längst auch Bestandteil des Wohlbefindens unserer Pferde und Ponies.

Wie kommt es zu Verletzungen und Verspannungen?

Hufeisen: Wenn das Pferd nicht richtig beschlagen wurde bzw. der falsche Beschlag gewählt wurde können Verspannungen auftreten. Das Pferd ist nicht mehr in Balance und der empfindlich Bewegungsapparat ist gestört. Die Beine und Hufe sind mit das Wichtigste am Pferd. Pferde stehen bis zu 22 Stunden am Tag oder länger auf ihren Beinen. Hierbei gilt auch, die Natur ist das Beste Beispiel. Das Hufwachstum passt sich der Abnutzung der Hufe an. Mehr Abnutzung bedeutet mehr Wachstum. Oft schadet ein Beschlag mehr als er nützt, da der Nutzungsabrieb und der Hufmechanismus nicht mehr Behandlung Verspannungen LWseiner Natur gemäß funktionieren kann.

Trauma: Verletzungen passieren immer wieder. Ob auf der Weide oder im Stall. Manchesmal werden diese nicht direkt entdeckt. Hier können wir nur durch gute Beobachtung und sorgfältiges Kontrollieren sicherstellen, dass wir nicht erst dann aufmerksam werden, sobald unser Pferd Verhaltensauffälligkeiten zeigt. Das Putzen und Hufe auskratzen vor dem Reiten ist mehr als nur Pflege, es dient vor allem auch der zeitnahen Entdeckung von möglichen Verletzungen.

Sattel, Geschirr, Trense: Jeder Ausrüstungsgegenstand sollte dem Pferd auch gut angepasst werden. Schon bei geringen Abweichungen der optimalen Passform, kann es zu Verspannungen kommen. Tragen wir neue oder unpassende Schuhe oder zu enge Kleidungsstücke, wirkt sich das auf unseren gesamten Körper und die Beweglichkeit aus und ebenso ist es bei unseren Pferden. Das tückische dabei ist, dass es sich durchaus über Wochen, Monate und Jahre hinziehen kann, bis das Pferd diese Problematik anzeigt.

Über- und einseitige Belastung: Das Training sollte möglichst abwechslungsreich gestaltet und auf unterschiedlichen Böden stattfinden. So werden Gelenke, Muskeln und Bänder widerstandsfähiger und optimal auf hohe und höchste Belastbarkeit vorbereitet. Die Aufwärmzeit ist bei jedem Training ein MUSS. Das normale Schritt gehen zählt auch zur Aufwärmphase und hat vor allem auch die Aufgabe, dass der Kreislauf hier langsam und kontinuierlich angeregt wird.

Boxenhaltung: Die Boxenhaltung in Einzelboxen ist immer noch die häufigste Haltungsform. Viel zu viele Stunden steht das Bewegungstier Pferd in einer Box, so dass eine Vielzahl von Problemen vorprogrammiert sind. Muskel und Gelenkprobleme sind nur ein Teil davon. Pferde müssen sich kontinuierlich bewegen können, um vital und psychisch stabil sein zu können.

Sitz des Reiters: Es ist hinreichend bekannt, dass ein unausbalancierter Reiter und somit unausbalancierter Sitz, beim Pferd Verspannungen verursacht. Dies sollte man allerdings nicht zu verbissen sehen, denn in den meisten Fällen ist dies ein durchaus vorübergehender „Mißstand’’, der durch guten Unterricht und Sitzschulungen verbessert werden kann. Ausserdem zeigen uns unsere Pferde auch, wie wir uns ausbalancieren können. Wer kann, der sollte immer mal wieder ohne Sattel reiten – das hilft!

 

Wann sollte die Pferdemassage therapeutisch eingesetzt werden?

Lahmheit: Oftmals ist der Grund von Lahmheit nicht erkennbar oder es werden vielleicht auch nur kleine Veränderungen festgestellt wie z.B. wenn das Pferd sich nur noch ungern oder gar nicht mehr versammeln läßt und zu kurz tritt. Pferde sind wahre Meister im Verbergen und gleichen oft über einen längeren Zeitraum eine Blockade im Muskel aus, was jedoch meist zu falscher Belastung führt und das Problem immer größer werden lässt. Es gilt also sehr genau hinzuschauen und hinzuspüren, denn auch wenn das Pferd bestimmte Lektionen und Übungen noch scheinbar problemlos ausführt, können bereits muskuläre Blockaden vorliegen.

Turniereinsatz: Massagen vor Turnieren wirken anregend. Der gesamte Stoffwechsel wird angeregt, eventuelle Verspannungsansätze werden gelöst, mehr Beweglichkeit von Sehnen und Muskeln sind die optimale Voraussetzung für erhöhte und maximale Leistungserbringung. Empfohlen wird eine ausgiebige Massage einige Tage vor dem Turnier und/oder eine kurze anregende Massage unmittelbar vor dem Einsatz im Turnierviereck.

Trainingspausen: Massagen wirken beruhigend für den Geist und die Seele und gleichzeitig anregend für den gesamten Körper. Muskeln, Sehnen und der Stoffwechsel werden optimal angeregt. Stellen wir uns vor, wir fangen im Frühling nach dem langen Winter wieder an für unsere Bikinifigur zu trainieren. Nach den ersten Einheiten stellt sich oftmals Muskelkater ein. Eine wohltuende Massage kann hier Linderung verschaffen. Bei unseren Pferden ist das nicht anders. Wichtig ist in jedem Fall, das Training langsam zu beginnen um so unnötigen Verletzungen und Blockaden (= Verkürzungen in Muskel und/oder Sehne) vorzubeugen.

Chronische Erkrankungen: Bei chronischen Erkrankungen wie z.B. Arthrose, lagern sich z.B. Schlackenstoffe im Gewebe ein, die durch gezielte Massagen abtransportiert werden können. Während der Massage werden ausserdem Endorphine freigesetzt, die schmerzlindernd wirken. Der Schmerz wird so für das Pferd erträglicher. Ausschlaggebend für den Therapieerfolg ist immer, das Pferd in seiner Gesamtheit zu betrachten und die individuell passende Therapieform zu wählen. Jeder Organismus und somit jedes Pferd reagiert unterschiedlich gut auf die Behandlung. Der Körper ist ein Wunderwerk der Natur. Wenn wir ihn dabei unterstützen, regelt er vieles aus sich heraus. Deshalb gilt es zu verstehen, dass Massagen eine Unterstützung darstellen und kein Eingriff wie z.B. Operationen sind. Frühzeitiges Erkennen spielt deshalb eine wichtige Rolle, da dadurch das Fortschreiten einer Krankheit durchaus verhindert werden kann.

Prävention: Die Anregung des Blutkreislaufs und somit auch des Stoffwechsels, wirkt sich positiv auf die Vitalität unserer Pferde aus. Zudem beeinflussen Massagen die psychische Verfassung positiv und tragen zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Massagen helfen dabei, das gesamte System in der Balance zu halten oder eben diese zurück zu gewinnen. All das beugt Krankheiten vor.

Pferdemassage – Teil 1 – Fortsetzung folgt…

Gastautorin: Ina Güsmer

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