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Pferdetraining und die Angst vor dem Ersticken… | Pferde-Wkw Blog
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Pferdetraining und die Angst vor dem Ersticken…

Posted by on 19. Juni 2012

Schlaufzügel, Sporen und Reitgerte gehören zur Standardausrüstung fast eines jeden Ausbildungsstalls.

Die Reitgerte und die Sporen sind Hilfsmittel, die eingesetzt werden, um die reiterlichen Hilfen und die Reaktion der Pferde auf diese Hilfen zu verfeinern.

Durch den vorübergehenden Einsatz von Schlaufzügeln, soll dem Pferd geholfen werden, den Weg ‚in die Tiefe’ zu finden.

So und war es von den ‚Erfindern’ dieser und auch vieler anderer Hilfsmittel gedacht. Leider werden diese aber allzuoft eingesetzt, um schneller in der Ausbildung des Pferdes voranzukommen oder weil sich der Reiter mangels Können und Erfahrung in der Ausbildung von Pferden, nicht mehr anders zu helfen weiß.

So werden Gerte, Sporen, Gebisse und Hilfszügel nicht selten vom Hilfsmittel zum Foltergerät für das Pferd. Die Mehrzahl der Reiter macht einfach nur ‚was alle machen’ und was den schnellsten Erfolg verspricht. Sie machen sich keinerlei Vorstellung davon, was sie ihrem Pferd z.B. mit einem Schlaufzügel und meist auch noch fest zugezogenem Nasenriemen zumuten.

Durch Studien wurde bereits belegt, dass durch eine erzwungene, unnatürliche Kopfhaltung (siehe Foto), die Sauerstoffzufuhr sehr stark eingeschränkt wird. Wenn sich im Ganaschenbereich Muskulatur und Fettgewebe stauen, wird der Kehlkopf gequetscht. Die Atemwege verengen sich und das Pferd bekommt zu wenig, in jedem Fall aber nur schlecht Luft.

Dieser Mangel an Sauerstoff hat zur Folge, dass sich der pH-Wert im Blut deutlich absenkt.

Die Situation ist vergleichbar mit einem Jogger, der bei einem 5 km Lauf nur durch einen Strohhalm atmet. Durch das zunehmende Kohlendioxid würde der pH -Wert im Gewebe und dadurch auch im Gehirn gesenkt. Dieser Vorgang ruft die Angst zu ersticken hervor. Dies ist ein natürlicher Schutzmechanismus der uns dazu veranlasst, schnell zu reagieren und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. In unserem Beispiel wäre das, den Strohhalm ausspucken und wieder durch Nase und Mund atmen.

Man kann sich also sicherlich vorstellen wie sich ein Pferd fühlt, wenn es auf seine Angst zu ersticken aufgrund von Schlaufzügeln und Nasenriemen nicht angemessen reagieren kann…

Die Angst hält über einen längeren Zeitraum an und es werden immer mehr Stresshormone (Cortisol) freigesetzt. Ebenfalls ausgeschüttet werden Adrenalin und Noradrenalin. Diese regeln u.a. die Fight-or-flight-Reaktion  und setzen den Körper in Alarmbereitschaft. Hält dieser Zustand unter Dauerbelastung an, wird das Gehirn geschädigt und das Abrufen von Gedächtnisinhalten sowie auch das Erlernen neuer Lektionen wird dadurch erheblich erschwert.

Quelle:Cavallo.de/medizin/neue-Studien-zur-Rollkur-liefern-alarmierende-Ergebnisse

One Response to Pferdetraining und die Angst vor dem Ersticken…

  1. Alex Fromm

    Mal abgesehen vom falschen Bewegungsablauf den sich die Pferde angewöhnen (siehe Totilas). Aber wenn sodass sogar schon an einer Landesreitschule Gang und Gebe ist. Früher hatten die Pferde Zeit zu reifen. Da war Pferd noch Pferd. Heute sieht man sie nur noch als Maschine und Sportgerät. Ich bin entsetzt über die Meinungen von Menschen die nur ihren Erfolg und Geld im Kopf haben aber das Wesen das ihnen den Erfolg bringt, so mies behandeln. Trauriger Reitsport.

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