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SAND IM DARM – Lebensgefahr für Pferde! | Pferde-Wkw Blog
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SAND IM DARM – Lebensgefahr für Pferde!

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Posted by on 13. August 2013

Ich konnte meine Stute leider nicht mehr retten, aber ich hoffe, dass ganz viele Pferdebesitzer diesen Artikel lesen und weitersagen was ich leider zu spät erfahren habe. Dadurch können hoffentlich ganz viele Pferde noch rechtzeitig gerettet werden.

Mein *Mädchen*, eine 8-jährige Quarter-Stute, musste ich im Juli 2013 in der Tierärztlichen Hochschule Hannover einschläfern lassen! Seit Oktober 2012 war ich damit beschäftigt, die Ursache für ihr Leiden zu finden. Sie hatte monatelang Durchfall, Kotwasser, hat mächtig Gewicht verloren, wurde aggressiv, hatte im Winter Probleme mit dem Fellwechsel, schlechte Leberwerte usw. Eins kam zum Andern…Ich zog bis jetzt insgesamt 4 Tierärzte hinzu. Von psychischen Problemen wegen ihres Rangs in der Herde über Cushing, Borreliose, PSSM (typische Krankheit bei Quartern) wurde alles vermutet. Wir machten Kot- und Bluttests, ich änderte ihr Futter…nichts half wirklich.

Wir brachten Angie in die Tierklinik.

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R.I.P. Angie

Wir fuhren also zur TiHo nach Hannover. Sie musste zwei Magenspiegelungen und eine Laparotomie über sich ergehen lassen. Dabei wird der Bauch aufgeschnitten und der komplette Darm herausgeholt und untersucht. Dort fand sich dann die Ursache: …im Laufe der Zeit hatten sich 25 Kilo (!!!) Sand, faseriges Futter und harte Futterklötze im Dickdarm angesammelt. Sie schnitten den Darm auf, holten alles heraus, nähten ihn wieder zu und legten ihn wieder zurück in den Körper. Als ich meine Stute besuchte, schien es ihr richtig gut zu gehen. Sie fraß kleine Mengen, war wieder voll da und wir kuschelten ganz lange…alles schien OK. Über Nacht bekam sie sehr starke Schmerzen. Ich entschied dann nach mehrmaligen Telefonaten mit der Tierärztin, sie in den Pferdehimmel gehen zu lassen. Die Tierärztin sagte mir, dass Angie, wenn sie überhaupt überlebt hätte, eine Intensivpatient geworden wäre…

Die Heunetze auf dem Sandpaddock waren schuld.

Meine Heunetze hängen am Zaun auf dem Sandpaddock. Wenn die Pferde aus den Netzen fressen, fällt immer mal etwas davon auf den Sandboden. Es wird leider unterschätzt, welche Menge Sand die Pferde unabsichtlich zu sich nehmen, wenn sie die Halme vom Boden aufsammeln und fressen. Ebenso passiert das bei Pferden, die auf ganz kurzen sog. Magerweiden oder überweideten Weiden stehen. Ragt das Gras nur noch einige Zentimeter aus dem Boden, reißen die Pferde meist auch die Graswurzeln und die Erde mit heraus. Die Tierärztin der TiHo sagte mir, dass sie aus manchen Pferden bis zu 100 Kilo (!!!!!) Sand und Futterreste herausgeholt hat!

So hätte ich den Tod meiner Stute verhindern können.

Die Tierärztin riet mir, mit meinen anderen Pferden alle 3 Monate eine 2-wöchige Kur mit Flohsamen zu machen. Je nach Pferde-Größe könnt Ihr 30 – 50 g in einem Liter Wasser ca. 4 Stunden quellen lassen. Das ist ein richtig schleimiges Zeug und setzt sich an der Darm- und Magenwand fest. Es transportiert somit allen Sand und Futterreste aus dem Körper. Mit nur 30 Euro hätte ich also das Leben meines Pferdes retten können…hätte ich das nur früher gewusst!

Gastautorin: Katja Gerlach, Niedersachsen

 

 

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