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Ursache der atypischen Weidemyopathie enträtselt. | Pferde-Wkw Blog
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Ursache der atypischen Weidemyopathie enträtselt.

Hier die Blätter und Samen des unverdächtigen Feldahorns. Foto: Vetmeduni Vienna
Posted by on 15. November 2012

Forscher in den USA ist es gelungen, die Ursache der dort aufgetretenen atypischen Weidemyopathie zu ermitteln: Es sind die Samen des Eschen-Ahorns, die bei höherer Konzentration zu einer tödlichen Muskelschädigung führen können.

 

atypische Weidemyopahtie

Besonders im Spätherbst und im Winter tritt die atypische Weidemyopathie gehäuft auf. Foto: Archiv

Wie die Veterinärmedizinische Universität Wien berichtete, haben Wissenschaftler der University of Minnesota in St. Paul (USA) die Ursache der atypischen Weidemyopathie für Amerika festgestellt. Es ist eine abnormale Aminosäure (Hypoglycin A), die in den Samen des Eschen-Ahorns (Acer Negundo) vorkommt und zu einer massiven Schädigung der aeroben Muskelfasern führt.  Hypoglycin A ist bis jetzt zwar nur in den Samen des Eschen-Ahorn (Acer negundo) auf nordamerikanische Betrieben mit atypischer Myopathie nachgewiesen worden, aber es ist nicht auszuschließen, dass diese Substanz auch im Samen anderer Ahornspezies vorkommen kann.

Der Eschen-Ahorn ist eigentlich eine nordamerikanische Spezies, wurde aber bereits 1688 in Mitteleuropa eingeführt. Üblicher für Österreich sind der Feldahorn (Acer campestre) und die in Mitteleuropa häufigste Ahornart, der Bergahorn (Acer pseudoplatanus). Von Letzteren liegen Daten vor, dass in seinem Samen auch Hypoglycin A vorkommen kann. Bei Feldahorn und Spitzahorn ( Acer platanoides) ist dies unklar, aber unwahrscheinlich. Eine hilfreiche Website für die Differenzierung von Feld-, Spitz- und Bergahorn ist: http://www.amleto.de/pflanzen/acer_cam.htm.

Die tolerierbare Dosis für ein Pferd wird auf minimal 26 und maximal 373 mg/kg/Tag geschätzt. Dafür reicht die Aufnahme von 165 bis zu 8000 Samen. Da ein Baum leicht 500.000 Samen trägt, ist es möglich, dass bei höherer Konzentration des Hypoglycins A die Pferde genügend Samen essen um eine Intoxikation zu bewirken. Lt. der Veterinärmedizinischen Universität Wien sollten Pferdehalter möglichst verhindern, dass extensiv gehaltene Pferde Ahornsamen aufnehmen können. Der Bergahorn ist dabei potentiell gefährlich. Er kommt unter andern auf Almen, aber auch im Flachland vor. Zur Vorbeugung der Aufnahme der Samen durch Pferde, die extensiv gehalten werden, reicht meist das Füttern von (zusätzlichem) Heu.

Die atypische Weidemyopathie ist eine ebenso rätselhafte wie gefürchtete Muskelerkrankung mit einer außerordentlich hohen Todesrate. Die Weidemyopathie tritt unregelmäßig auf, wobei eine Häufung der Krankheitsfälle im Spätherbst und im Winter zu beobachten ist. In 2011 kam es in Kärnten (Österreich) zu einem besonders intensiven Ausbruch, der insgesamt zehn Todesfälle forderte und internationales Aufsehen erregte. Siehe hierzu den Bericht

Dass die Samen bzw. Blätter des Bergahorns eine mögliche Ursache der Erkrankung sein können, wurde auch bei mehreren Studien in Europa angedeutet – so etwa durch Untersuchungen des Pferdegesundheitsdienstes (PGD) der Sächsischen Tierseuchenkasse aus dem Jahr 2009. Die aktuellen Erkenntnisse aus den USA sind ein weiterer Hinweis, Weidepferde möglichst von Ahornsamen fernzuhalten ….

Quelle: Pferdplus News

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